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Techniken kurz vorgestellt
Selbstverständlich gibt es viel mehr Möglichkeiten eine Heizung zu verbessern.
Ich möchte hier nur exemplarisch einige weniger bekannte Lösungen erwähnen.
Bekannte Techniken im Sinne der BEB Brokate sind z.B.:
BHKW, Solarthermie, PV, Pelletanlagen oder Wärmepumpen.

Zunächst aber einige Begriffe:
Feuerungstechnischer Wirkungsgrad (100%-Abgasverlust=FTW) - dieser wird vom Schornsteinfeger gemessen; hier wird gemessen wie gut der Brennstoff verbrannt wird; es wird nicht erfasst wieviel Brennstoff verbrannt und wieviel Energie dabei erzeugt wird; um die Effiziens einer Heizungsanlage zu beurteilen ist dieser Wert nur wenig brauchbar!
Normnutzungsgrad - dieser wird vom Kesselhersteller nach DIN 4702 Teil 8 auf dem Prüfstand ermittelt und beworben; es wäre wünschenswert, dass die Heizungen in der Realität so laufen würden wie auf dem Prüfstand!
Jahresnutzungrad - hier wird der tatsächliche Energieeinsatz mit der erzeugten Energiemenge verglichen; hierfür ist eine aufwändige Messtechnik erforderlich, die nur in relativ wenigen Anlagen installiert ist; wie genau die Ergebnisse sind hängt auch von der Anlagenart und der Montage der Messgeräte ab; in manchen Fällen ist es selbst hier schwierig schlüssige Einsparergebnisse zu dokumentieren.
Anlagenwirkungsgrad (stationär)- für Optimierungen, die direkt an Kessel/Brenner wirken ein durchaus geeignetes Mittel um Veränderungen zu dokumentieren; hier wird der Kessel hydraulisch vom Netz getrennt und man betrachtet nur die Energiemenge, die direkt im Kesselkreis erzeugt wird und setzt dazu den Energieeinsatz ins Verhältnis; diesen Vorgang kann man immer wieder sehr exakt reproduzieren.


1. Heizlastberechnung

Die Bestimmung der erforderliche Heizleistung ist DIE Grundlage für eine effiziente Heizung. Eine Heizung, die zu hoch eingestellt ist läuft ineffizient. Eine neue Anlage die zu groß eingebaut ist, kostet zuviel Geld und kann nicht optimal den Modulationsbereich nutzen. Sie brauchen keine Reserven nach oben, sondern nach unten. Die Heizleistung bei 0° Außentemperatur beträgt z.B. nur noch 50% der erforderlichen Leistung an sehr kalten Wintertagen. An rund 45% aller Heiztage im Jahr reichen sogar ca. 13% der errechneten Kesselleistung. Es ist also sehr wichtig, dass ein Heizgerät in der Leistungsmodulation einen möglichst niedrigen unteren Wert erreicht. Die errechnete DIN-Heizlast beinhaltet dabei genug Sicherheit, um extreme Situationen abdecken zu können. Dennoch werden die meisten Heizungsanlagen immer noch zu groß oder ganz ohne Berechnung eingebaut. Gerade bei der Planung eines BHKW ist diese Berechnung immens wichtig. Eine Auslegung nur nach Verbrauch führt idR. dazu, dass das Gerät zu groß gewählt wird und nicht die, für einen wirtschaftlichen Betrieb, erforderlichen Betriebsstunden erreichen kann.
Das Einsparpotential ist immens!

2. Hydraulischer Abgleich

Der hydraulische Abgleich ist die Berechnung und Einregulierung der, in einem Heizungssystem umlaufenden, Wassermengen. Dies ist extrem wichtig, denn ohne Abgleich muss die Pumpenleistung unnötig hoch gesetzt werden (Stromverbrauch), es können nervende Geräusche auftreten, ein Komfortverlust (späte Erwärmung der letzten Heizkörper) entstehen und die Rücklauftemperatur ist zu hoch! Gerade der letzte Punkt wird in seinen Auswirkungen oft unterschätzt, denn zu hohe Rücklauftemperaturen verhindern eine effiziente Brennersteuerung (zuviele Brennerstarts/schlechte Modulation) und die Nutzung des Brennwerteffektes, außerdem können BHKW, Solarthermie oder Wärmerückgewinnung weniger effizient genutzt werden. Der Abgleich muss an allen Heizflächen/Wärmeüberträgern eines Systems erfolgen. Der Einspareffekt beträgt ca.5-8% der Brennstoffmenge und ca.20-30% des Stromverbrauchs der Pumpen. Der hydraulische Abgleich ist inzwischen Bedingung für KfW-Kredite und steht in der ENEV.

3. Rücklauf-Witterungsgeführte Heizungsregelung nach dem bajorath-Verfahren

Sie kaufen einen neuen Kessel oder denken über die Qualität Ihres Jetzigen nach? Sie lesen in der Herstellerwerbung den Normnutzungsgrad? Grundlegend machen Sie das Richtige. Doch Achtung, normale vorlauf-witterungsgeführte Regelungen machen mit Ihrer Heizung das Gegenteil vom Prüfstand. Nach den Untersuchungen von Prof. Wolf bleiben Anlagen im realen Betrieb bis zu 20% hinter dem Normnutzungsgrad zurück. Mit dem Bajorath-Verfahren wird der Normnutzungsgrad im realen Anlagenbetrieb quasi umgesetzt. Das Einsparpotential liegt bei ca.15-25%. Dieses Verfahren bietet sich in erster Linie in Kombination mit weiteren Maßnahmen wie Kesseltausch oder bei Defekt der bestehenden Regelung oder Hydraulik an. Dann können Umbauten durch Synergien kompensiert werden (z.B. der neue Kessel wird nur mit Grundschaltfeld gekauft, die Regelung macht der Bajorath-Regler). Eine gute Beschreibung finden Sie beim Bund der Energieverbraucher.

4. Verbesserung der Verbrennung mit dem ecojet-System

Die wissenschaftliche Theorie beruht auf folgenden Punkten:
Die Verbrennung ist ein Oxidationsvorgang mit Kohlenwasserstoffmolekülen - Anbinden von Sauerstoff an Wasserstoffatome der Kohlenwasserstoffmoleküle. Je mehr Sauerstoff angebunden wird, umso vollständiger ist die Verbrennung. Im normalen Betrieb gibt es keine 100% vollständige Anbindung. Dies bestätigt auch die Abgasmessung. Das die Verbrennung unvollständig erfolgt liegt u.a. an den Wasserstoffbrücken und Van-der-Waals-Bindungen, die zwischen den Brennstoffmolekülen existieren. So bewegen sich die Brennstoffmoleküle in Clustern durch die Leitungen. Wenn Teile dieser Brücken gelöst werden, werden die Brennstoffmoleküle ausgerichtet. Es gibt mehr Möglichkeiten Sauerstoff anzubinden. Die Reaktionsgeschwindigkeit und die Verbrennungstemperatur steigen und die Verbrennung wird vollständiger. Mit ecojet-Modulen kann man diesen Effekt erzeugen und nutzen. Das Einsparpotential liegt bei ca.3-8%. Hier bietet der Hersteller einen besonderen Service. Je nach Anlagenkonfiguration wird eine Einspargarantie innerhalb eines Nachweises auf Basis der DIN 4702 gegeben. Wird der garantierte Prozentsatz im Nachweis nicht erreicht, nimmt der Hersteller das Produkt zurück und erstattet das Geld zurück. Für den Kunden tendiert so das wirtschaftliche Risiko gegen Null! Weitere Informationen finden Sie beim Hersteller.



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